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Die Camel Trophy Tonga Samoa 2000
Autor: Eike Sack, Berlin, www.pussyboarder.de
Teil 6
Die Überfahrt war in zwei Einheiten eingeteilt, mit Zwischenstopp auf
Niuatoputapou (einer kleinen Insel mittendrin, die wir wegen des unaussprechlichen Namens einfach "New Potato" tauften).
Am ersten Tag fuhren wir 9 1/2 Std.
mit dem Wind und mit den Wellen, was noch einigermassen angenehm war, da wir
von den Dünungswellen noch geschoben worden sind. Am zweiten Tag ging es 11
1/2 Std. gegen den Wind und gegen die Wellen. Der Wettkampfleiter meinte
noch scherzhaft: "It could be a little humpy and bumpy..." Es war der
Horror. Unsere Höchstgeschwindigkeit war ca. 14-17 Knoten, was ungefähr
25-30 Km/h entspricht. Bei fast jeder Welle ist unser Boot abgehoben und dann
mit unglaublicher Wucht wieder in die nächste Welle geknallt. Nach fünf
Stunden war ich fix und alle und konnte nicht mehr. Man musste sich
permanent irgendwo festkrallen, dass man nicht aus dem Boot segelt.
In Samoa
angekommen, fielen alle auf dem Rasen um und schliefen erstmal 12 Stunden.
Das ist das einzige was ich nicht nochmal wiederholen möchte. Alles andere
war ein unglaubliches Erlebnis, was man sich als Privatperson überhaupt
nicht leisten kann, und wahrscheinlich auch nie wieder erleben wird. Und wir
sind wie es nicht anders zu erwarten war natürlich letzter von den 16
internationalen Teams geworden, aber wir hatten am meisten Spass! In der
anschließenden Erholungswoche im HOTEL ließ ich mir noch als Andenken mitten
im Jungle ein samoanisches Tattoo in traditioneller Weise "reinhacken". Das
wird mich immer an dieses Erlebnis erinnern.
geschrieben von Eike Sack, Berlin
ice@pussyboarder.de, www.pussyboarder.de
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