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CAMEL TROPHY
National Selection

Kapverdische Inseln
März 2000

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Reisebericht Camel Trophy National Selection 2000
Autor: Martin

Tag 3: 16.3.00
Heute steht die erste große Tauchaktivität mit Prüfung auf dem Programm! Den kompletten Vormittag verbringen wir zunächst mit dem Profi-Taucher (und Apnoe-Weltrekord Halter) Benjamin Franz. Er erklärt uns worauf wir beim Apnoe Tauchen achten müssen und zeigt uns die richtige Atem-Technik, um möglichst große Sauerstoffreserven anzusammeln. Das Gelernte können wir dann sofort umsetzen: jeder muss zu einer in 10 m Tiefe befestigten Tafel abtauchen und dort seinen Namen aufschreiben.

Als nächstes dürfen wir (endlich) auf unserem ersten Tauchgang mit Geräten die Unterwasserwelt vor Boavista erkunden. Viele von uns haben bereits schon länger einen Tauchschein, einige haben aber erst vor ein paar Wochen in Deutschland ihren PADI-Open-Water-Diver Kurs als Vorbereitung auf die National Selection absolviert. Nach einem ausführlichen Briefing in die Ausrüstung und die anstehenden Übungen tauchen wir mit einem Sprung vom Heck der Itoma in den mit 23 Grad angenehm temperierten Atlantik ab. Für die National Selection hat die Firma Mares ihre neuentwickelten Kompletttauchgeräte h.u.b. zur Verfügung gestellt, mit denen die Tarierung einfacher als bisher gesteuert werden kann. Der heutige Tauchgang dient hauptsächlich dazu, sich an die neuen Geräte zu gewöhnen und nochmal ein paar Übungen zu absolvieren.

Im Anschluss daran ist nachmittags wieder ein Wettbewerb am Stand geplant: die sogenannte "Cave Competition". Wir bekommen 15 GPS-Wegpunkte vorgegeben, die wir zu Fuß anlaufen müssen. An den einzelnen Punkten ist jeweils eine Zahl "versteckt" (z.B. auf einen Felsen geschrieben). Alle 15 Zahlen zusammen ergeben die GPS Koordinaten unseres Zielpunktes. Am Zielpunkt angekommen müssen wir noch einer Kompasspeilung folgen, um zu einem der Trainer zu finden, der das eigentliche Ziel darstellt. Der Trick an diesem Wettbewerb (auf den wir alle zunächst reinfallen) ist, dass der Zielpunkt direkt an der steil abfallenden Küste liegt und die Kompasspeilung wieder ins Innere der Insel zeigt. Auf die Idee, dass wir die Peilung eventuell auch vom Stand aus vornehmen müssen (also am Fuß der Steilküste, ca. 4 Meter weiter Richtung Meer, aber 30 Meter tiefer) kommen wir erst, nachdem wir schon einige Minuten umsonst nach unserem "Zieltrainer" gesucht haben. Vom Strand aus (den wir nur durch einen Umweg seitlich der Steilküste erreichen), führt uns die Kompass-Peilung dann tatsächlich in eine kleine Höhle, in der neben dem Trainer auch ein mehrere Jahrzehnte alter Schildkrötenpanzer auf uns wartet. Jetzt ist auch klar, warum dieser Wettbewerb "Cave Competition" hieß (...).

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