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CAMEL TROPHY
National Selection
Kapverdische Inseln März 2000
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Reisebericht Camel Trophy National Selection 2000
Autor: Martin
Tag
6: 19.3.00
Heute ist der Tag der Abschluss-Competition im Tauchen gekommen. Wir
fahren gemeinsam zu einer Bucht, wo wir an Bord der Itoma
die Instruktionen vom Mares-Team bekommen: "Drei Teams bestehend aus
jeweils einem Bootsführer, einem Schnorchler und zwei Gerätetauchern
fahren per vorgegebener GPS-Koordinate ein von der Oberfläche aus
unsichtbares Ziel (eine Unterwasserboje) an und markieren diese Stelle mit
einer Boje. Jedes Team hat eine andere Koordinate; diese ist der
Startpunkt für den Tauchgang. Taucher und Schnorchler werden abgesetzt,
die Boote ziehen sich zur Sicherheit aus dem Prüfgebiet zurück. Die
Taucher tauchen an der gesetzten Markierung ab und suchen die
Unterwasserboje, die der eigentliche Startpunkt eines
Unterwasser-Kompasskurses über drei Wegepunkte ist. Der Schnorchler folgt
seinem Team an der Oberfläche. Er hat die Aufgabe, die Bojen an den
jeweiligen Wegepunkten unter Apnoe zu bergen. Der Kurs findet in 10 m
Wassertiefe statt. Die Wegepunkte sind stets 30 m voneinander entfernt und
müssen per Kompasspeilung gefunden werden. Am gemeinsamen Ziel wartet auf
jedes Team noch mal eine Boje, die innerhalb von 35 Minuten - d.h. auch
maximale Tauchgangsdauer - zur Oberfläche gebracht werden muss. Die
Übung ist erfolgreich abgeschlossen, wenn innerhalb von 35 Minuten alle
Wegepunkte nacheinander gefunden, die Bojen vom Schnorchler geborgen und
die Zielboje von der Tauchgruppe zur Oberfläche gebracht wurde." Um
14.30 Uhr ist die Stimmung an Bord der "Itoma" überwältigend:
zwei Teams haben die komplette Competition erfolgreich absolviert. Auch
beim dritten Team lief alles nach Plan und die Bojen wurden gefunden, nur
die Bergung der Bojen scheiterte an Druckausgleichproblemen beim
Schnorchler.
Auch
nach dieser doch recht anstrengenden Prüfung war das Programm für heute
noch nicht zu Ende. Am späten Nachmittag wurde uns bei einem
ungewöhnlichen Triathlon (bestehend aus Schwimmen, Joggen und Paddeln mit
einem Surfboard) noch mal alles abverlangt: von der Itoma schwimmen wir
zum Strand, wo schon die 12 Surfboards auf uns warten. Mit diesen geht es
ein paar hundert Meter durch einen See mit abgestandenem, braunen
Salzwasser. Vom markierten Zielpunkt aus müssen wir dann über einige
Dünen laufen, um an einem alten Leuchtturm unsere Namen auf einer Liste
zu hinterlassen. Zurück geht es die gleiche Strecke, die letzte Etappe
über's Meer zur Itoma allerdings nicht schwimmend, sondern mit den
Surfboards.
Nach
diesem letzten Wettbewerb der National Selection können wir den
restlichen Tag auf der Itoma geniessen. Nach einem leckeren Abendessen
auf der Sodade (nochmal mit einem kleinen Piratenspiel zur Unterhaltung
der Journalisten: alle Kandidaten müssen ins Wasser springen und an Seilen am Schiffsrumpf wieder auf das Schiff
klettern) folgt die Bekanntgabe der "Gewinner": für die
Internationale Selektion in Groß-Britannien haben sich Hilke Tiedt
(Erzieherin, 29), Verena Mostert (Grafikerin, 23) und Eike Sack
(Biologiestudent, 25) qualifiziert. Wer von den dreien letztendlich zum
"Team Germany" bei der CAMEL TROPHY Tonga Samoa 2000 in der
Südsee gehören wird, wird sich in ein paar Wochen beim Training vor der
Küste Englands herausstellen.
... weiter (Tag 7)
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