|

zurück zur Fulda Challenge Startseite
Tag 1 |
Tag 2 |
Tag 3 |
Tag 4 |
Tag 5 |
Tag 6 |
Tag 7
Reisebericht Fulda Challenge 2002
Tag 3: 31.01.02
Am dritten Tag stand Powerslide auf dem Eis im Programm. Die Fulda-Challenge-Teams zeigten dabei Top-Fahrleistungen.
Im 4,75-km-Slalom-Rundkurs waren dabei einige fast so schnell wie Jutta Kleinschmidt und Hans-Joachim Stuck.
Nach zwei hart umkämpften Fahrwettbewerben auf dem zugefrorenen, 30 Kilometer langen Marsh-Lake südlich von
Whitehorse - einer in den automatik-betriebenen 4WD-Kraftpakten Toyata Lexus RX 300 und einer in den
Renn-Go-Karts - mußte dann noch auf eis- und schneebedeckten Straßen die 605 Kilometer nördlich davon nahe
am Polarkreis gelegene, berühmte Goldgräberstadt Dawson-City erreicht werden. Bei dem zur Zeit herrschenden
Hochdruckgebiet eigentlich eine Traumfahrt durch tief verschneite endlose Wälder, für die Teams durch die
Geschwindigkeitsvorgaben und die durch extreme arktische Temperaturen geprägten Straßenverhältnisse aber keine leichte
Aufgabe.
Doch zurück zum Beginn des Wettkampftages: nach dem Zeltabbau und dem täglichen medizinischen Check
- zwei Teilnehmerinnen hatten wegen der stark kräftezehrenden Kälte bereits leichte gesundheitliche Probleme
- ging es auf das Eis des Marsh-Lake. Hans-Joachim Stucks Einführung ins Reglement - jedes Teammitglied
mußte den Wagen eine Runde steuern; die in zwei separaten Läufen erzielten Zeiten wurden als Gesamtzeit
bewertet - und in die Beherrschung der verschiedenen Übersetzungen des automatik-getriebenen Wagens auf dem
zum Teil schneebedeckten, an manchen Stellen jedoch aus blankem Eis bestehenden Rennkurs folgte zunächst zusammen
mit Jutta Kleinschmidt in zwei Gruppen eine Einführungsrunde auf den mit dem speziellen Schnee- und Eisreifen Fulda
Tramp 4x4 Yukon bereiften Fahrzeugen. Als erstes Team mußte die bisher im letzten Tabellendrittel plazierte Mannschaft
Deutschland I an den Start. Mit guten 4.27.07 Minuten gab Kirstin Rösel mit ihrem Beifahrer Martin vom Hagen eine
erste, wie es sich später herausstellte, durchschnittliche Richtzeit vor. Doch bereits Bas Herweijer, der mit Beifahrerin
Babette Smit für die Niederlande als vierter Starter ins Rennen ging, fuhr eine Spitzenzeit, die keiner mehr erreichen sollte:
mit 4.12.69 stoppte er seinen Wagen zentimetergenau vor der Ziellinie, deren Überfahrt ihm zehn Strafsekunden eingebracht
hätte. Wie gut die Zeit des Holländers wirklich war, stellte sich erst am Ende heraus: die letztjährige Rally Paris-Dakar-Gewinnerin
Jutta Kleinschmidt benötigte 3.59.00 Minuten und der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Hans-Joachim Stuck erreichte das
Ziel nach 4.02.21 Minuten. Unter dem Strich hatten zum Schluß diesmal die Italiener die Nase vorn. Elena Spalenza und ihr
Partner Giorgio Albiero - er fuhr eine 4.14.32ger-Runde - beherrschten das Powersliding am besten. Doch schon auf den
beiden nächsten Plätzen folgten die bisher im Gesamtklassement führenden Teams von der Schweiz und Kanada, die ihre
Spitzenpositionen damit weiter ausbauen konnten.
Beim anschließenden Go-Kart-Rennen erreichten die Teams Deutschland I, ADAC und Hitradio FFH in dem auf den
Vorderrädern mit Spikes ausgerüsteten Rennkart nur die Plätze 7, 9 und 10. Der durch enge Kurven technisch sehr
schwierig gestaltete Rennkurs verlangte von den Teilnehmern, die beide jeweils zweimal die 700 Meter lange Strecke
mit fliegendem Fahrerwechsel absolvieren mußten, viel Fingerspitzgefühl ab, um zweitraubende Dreher zu vermeiden. So
konnten - auch wegen der schnee- und eisbedeckten Fahrbahnen - keine sehr hohen Geschwindigkeiten erreicht werden.
Die meisten Punkte sahnten in dieser Fahrprüfung zum wiederholten Mal die Kanadier Kim Csizmazia und Willy Gadd ab,
die mit 7.44.81 die schnellst Zeit fuhren. Nur knapp sechs Sekunden langsamer waren Schweizer Katrin Neuenschander und
Patrick Jeannerat. Danach folgte mit 8.11.81 an dritter Stelle das bisher so erfolglose englische Team, das damit die rote
Laterne im Gesamtklassement abgeben konnte. Nach der abschließenden sechsstündigen Zuverlässigkeitsfahrt in den Norden
des Yukon, auf der keine der Mannschaften sich Strafpunkte einhandelten, zeigte sich das Gesamtklassement nach 7
Wettbewerben ohne große Veränderungen: immer noch führten mit einigem Abstand die Teams von Kanada und der
Schweiz. In der Verfolgergruppe kämpften Österreich I, Italien und die Mannschaft des ÖAMTC um den Anschluß, während
im hinteren Drittel die Teams des ADAC, der Niederlande, Deutschlands, Englands und vom Hitradio FFH bereits abgeschlagen
zu sein schienen. Da jedoch erst knapp die Hälfte der Prüfungen der Fulda-Challenge absolviert wurde, konnte sich auch
hier noch einiges ändern.
... weiter (Tag 4)
|
|
|
|