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Reisebericht Fulda Challenge 2002

Tag 5: 02.02.02
Einer der härtesten Sonderprüfungen der Fulda-Challenge wurde am 5. Wettkampftag am Dempster-Highway ausgetragen. An dieser 735 km langen, nur mit einer Tank- und Rastmöglichkeit versehenen, nicht asphaltierten und zu dieser Jahreszeit mit Schnee- und Eis bedeckten Verbindung zwischen dem Klondike-Highway und der nördlichsten kanadischen Stadt nahe des Eismeers, Inuvik, mußten die Teams aus Europa und Kanada auf 1250 Meter Höhe und bei Temperaturen von - 30 Grad Celsius ins Berg-Rennen, das - wie es sich später herausstellte - wiederum von den starken Kanadiern dominiert wurde.

Die Strecke des Berglaufs führte vom Rande des Highways zunächst über eine mit tiefem, ungespurtem Schnee bedeckte Ebene an den Rand eines Berges und dann in fast senkrechter Linie über ein völlig unberührtes, riesiges Schneefeld 800 Höhenmeter hinauf bis unter den Gipfel. Nach einer ca. 300 m langen Querpassage konnte dann die Abfahrt und der Rückweg ins Ziel angetreten werden. Als Ausrüstung hatte jeder Teilnehmer ein Paar Schneeschuhe und ein Paar Abfahrtsski zur Verfügung. Nach dem um 11.30 mit einem Massenstart begonnenen Rennen zog sich das Feld schnell auseinander. Obwohl die zu erwartende Gesamtzeit von dem für den Wettbewerb verantwortlichen Tiroler Bergretter und Extremkletterer Olaf Reinstadler, dessen Team Philipp Reinstadler, Kurt Ortler, Anton Stocker und Robert Ebenhöfer an den Eckpunkten der Rennstrecke postiert waren, auf ungefähr 2,00 Stunden eingeschätzt worden war, hatten Kim Csizmazia und Willy Gadd vom kanadischen Team bereits nach knapp einer Stunde den Wendepunkt im Berg erreicht - zu einer Zeit, als mehrere Teams erst den Aufstieg begannen. Entsprechend schnell war auch die Siegeszeit: 1 Stunde und 34 Minuten waren seit dem Start vergangen, als das Team des Gastgeberlandes durchs Ziel lief. Das waren genau 1 Stunde und 40 Minuten schneller als die an 9. Stelle plazierten Niederländer. Neben den ebenfalls deutlich dominierenden alpenländischen Teams - die österreichische Mannschaft des ÖAMTC wurde Zweiter mit 1.59 Std., die Schweiz mit 2.10 Std. Dritter und Österreich I mit 2.14 Std. Vierter - zeigten auch Deutschland II (ADAC) und Deutschland I mit dem fünften und sechsten Platz eine starke Leistung. Abgeschlagen diesmal wiederum das sympathische englische Team, das, nachdem alle anderen bereits im Ziel waren, sich noch im Aufstieg befand und aus dem Rennen genommen wurde. Deutschland III (Hitradio FFH), dessen Teammitglied Manuela Dräger wegen einer leichten Erkältung angeschlagen ins Rennen gegangen war, konnten sich trotz dieses Handicaps nach den Italienern (2.40 Std.) und vor den Niederländern (3.14 Std.) mit der Gesamt von 3.10 Std. noch als Achte die Punkteränge schieben.

Das Gesamtklassement sah nach dem 5. Tag der Fulda-Challenge wie folgt aus: 1. Canada, 2. Österreich II (ÖAMTC), 3. Österreich I, 4. Schweiz, 5. Italien, 6. Deutschland II (ADAC), 7. Deutschland I; 8. Deutschland III (Hitradio FFH), 9. Niederlande, 10. England.

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