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Reisebericht Fulda Challenge 2002

Tag 6: 03.02.02
Erster Sieger des 6. Fulda-Challenge-Tages war das polare Hoch, das zwar den in Zelten schlafenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Nacht mit 42° unter Null bescherte, dafür aber von der um 9.30 Uhr beginnenden Dämmerung bis zum Sonnenuntergang um 16.30 Uhr einen stahlblauen Himmel und spektakuläre Blicke auf die arktische Landschaft und ihre endlosen Bergketten bot. Nach nur 30 Minuten Fahrzeit von der Eagle Plains Lodge mit der kleinen "Zeltstadt" der Teams, der einzigen Station zwischen Dawson City im Yukon und Inuvik in den North West Territories, war der Polarkreis erreicht, der Platz, an dem auch der 10. Wettbewerb der Fulda-Challenge 2002 ausgetragen wurde.

Wieder vorbereitet vom Südtiroler Bergführer-Team um Olaf Reinstadler, gab es einen 2,15 km langen Rundkurs über Schneefelder für die Teams schnellstmöglich zu bewältigen. Das Rennen wurde als Staffel über zwei Runden veranstaltet, so daß jedes Mannschaftsmitglied die Strecke einmal zu absolvieren hatte. Die zunächst auf fünf Kilometer angelegte Route mußte - auf Anraten beiden begleitenden Ärzte, die für die Gesundheit der Teams Sorge tragen - angesichts der extremen Temperaturen an diesem Morgen deutlich gekürzt werden.

Nach dem gelungen Massenstart setzte sich, wie schon gestern beim Berglauf, schnell das kanadische Team an die Spitze, die auch bis zum Ende der ersten Runde nicht mehr abgegeben wurde. Kim Csizmaza schickte nach 33 Minuten und 66 Sekunden ihren Partner Willy Gadd auf die Strecke. Gute zwei Minuten später erreichten Österreich I (35.18 Min.), Österreich II (ÖAMTC; 35.28 Min.) und Deutschland I (35.29) den Wechselbereich, dann folgte der Rest in einer Sechsergruppe, die mit Zeiten zwischen 37.46 und 37.51 sehr dicht beieinander lagen: Niederlande, Deutschland III (Hitradio FFH), England, Italien, Schweiz und Deutschland II (ADAC). Auch in der zweiten Runde trumpfte Kanada auf, denn Gadd lief mit 24.58 Min. Tagesbestzeit. So blieben die Kanadier mit einer Gesamtzeit von 58.04 Minuten als einziges Team unter einer Stunde. Zweite wurden mit der ebenfalls glänzenden Zeit von 1.00.45 Std. Lucia Mitter und Anton Gächter (Österreich I) vor dem Team des ÖAMTC (1.03.09 Std.), die damit beide ihren Platz nach der ersten Runde halten konnten. Auf die vierten Stelle mit 1.04.14 kämpfte sich durch eine großartige Leistung von Patrick Jeannerat, der die drittschnellste Rundenzeit mit 26.24 Min. lief, die als Vorletzter gewechselten Schweizer nach vorne. Ähnliches gelang Markus Wickenburg vom Team ADAC, das als letztes Team die erste Runde beendete und am Schluß noch Platz 5 (1.06.23 Std.) belegte. Auf den weiteren Plätzen folgten Deutschland I, die Niederlande, Deutschland III, Italien und England.

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