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Reisebericht Land Rover Experience 2001
Autor: Martin
Tag 3: 5.8.01
Auch heute liegt wieder ein langer Tag vor uns. Um 7.30 Uhr werden wir
deshalb schon geweckt. Für manche war die Nacht dadurch sehr kurz, weil
unser erster Tag auf Island gestern Abend natürlich angemessen gefeiert
werden musste. Um 9.00 Uhr brechen wir auf Richtung Norden, entlang am
Gletscher Vatnajökull. Nach ca. 150 Km verlassen wir die
"besseren" Schotterpisten und fahren eine anspruchsvolle Passage
über eine Hochebene direkt am Rand des Gletschers. Der Weg ist hier nur
durch Holzpflöcke oder die für Island typische Steinmännchen markiert.
Die Abstände zwischen den einzelnen Markierungen sind aber groß und das
Gelände gespickt mit großen Lava-Brocken, Felsstufen und Schneefeldern.
Die Besatzung im vorausfahrenden Teamfahrzeug hat daher alle Hände voll
zu tun, um den richtigen Weg über die Hochebene zu finden.
Im
Anschluss daran mündet die Route in ein Flussdelta nördlich vom
Gletscher Vatnajökull. Bevor wir hier den Gletscher endgültig hinter uns
lassen, haben wir noch die Gelegenheit ganz dicht an einen seiner
Ausläufer heranzufahren. Beeindruckend ist vor allem, dass das
Gletschereis nicht weiß sondern pechschwarz ist. Unser isländischer
Begleiter Ingo erklärt uns, dass die Asche von den Vulkanen der Grund
dafür ist. Sie wird vom Schmelzwasser über die Oberfläche der
Gletscherzunge verteilt und färbt die obersten Schichten schwarz.
Die
folgende Fahrt durch das Flussdelta wird zur Attraktion für die uns
begleitenden Photographen und das Kamerateam. Auf einer Breite von ca. 500
Metern verteilen sich unzählige Flussarme, die maximal 50 cm tief und nur
durch flache Sandbänke getrennt sind. Unsere Landy Flotte gibt ein
gigantisches Bild ab, als wir alle nebeneinander durch das Wasser
pflügen. Leider sind nur die Defender, die unser Team begleiten mit
Schnorchel ausgerüstet und unsere Discoverys mit Serienausstattung
unterwegs. Drei der insgesamt acht Discos (Team- und Pressefahrzeuge)
haben sich deshalb bei der Durchfahrt einen guten Schluck Wasser gegönnt.
Neben den nassen Luftfiltern, die wir natürlich sofort austauschen, hat
das Wasser bei zwei Autos wohl auch den Weg in den Motor gefunden, was man
gut an weißem Qualm erkennen kann, der aus den Auspuffrohren steigt.
Glücklicherweise sind die Td5 Motoren aber so robust, dass dieser kleine
Zwischenfall ohne die schon befürchteten Folgen eines Motorschadens
bleibt.
Das
letzte Stück der Piste fahren wir zügig, um nach diesem längeren
Zwischenstopp noch rechtzeitig unser Lager aufbauen zu können. Bis wir
schließlich das Camp am Krater Dyngjufjöll erreichen, wird es heute aber
auch wieder relativ spät (23 Uhr).
... weiter (Tag 4)
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