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Reisebericht Land Rover Experience 2001
Autor: Martin
Tag 5: 7.8.01
Um 9.30 starten wir am Mývatn und erreichen nach einer kurzen Fahrt über
die geteerte nördliche Ringstrasse bei der Stadt Akureyri endlich die
nördliche Küste Islands. Von hier geht es nach einem Zwischenstopp um
ca. 12 Uhr weiter "onroad" nach Westen und kurz nach dem Ort
Varmahlid biegen wir wieder ab auf eine Schotterpiste Richtung Süden.
Direkt
am Beginn der Off-Road Passage streikt unser Discovery. Die Motorleistung
ist plötzlich so reduziert, dass schon der kleinste Anstieg ein
unüberwindbares Hindernis darstellt. Glücklicherweise begleiten uns
ständig die restlichen Fahrzeuge des Expericence Teams und so sind alle
eventuell benötigten Ersatzteile direkt verfügbar. Da wir zunächst
gemeinsam mit zwei Landy-Spezialisten des Teams etwas ratlos hinsichtlich
der Ursache unseres Problems sind und die Dauer der Reparatur daher schwer
abschätzbar ist, trennt sich unser Tross, damit der Rest das Camp heute
Abend noch einigermaßen rechtzeitig erreicht.
Nach
mehreren Stunden und diversen Reparatur-Versuchen haben wir dann die
Ursache endlich gefunden: ein von außen nicht sichtbarer Defekt eines
Schlauchs am Turbolader ist für die Panne verantwortlich. Die eigentliche
Reparatur dauert dann ca. 5 Minuten und um 21 Uhr sind wir (ca. 3-4
Stunden hinter den restlichen Fahrzeugen) wieder auf der Piste. Dieser
kleine Defekt soll der einzige in der gesamten Woche bleiben, was bei dem
harten Off-Road Einsatz, den die serienmäßig ausgestatteten Fahrzeuge
bewältigen müssen, doch für die extreme Off-Road Tauglichkeit unserer
Landys spricht.
Die
noch vor uns liegende Strecke ist eine der anspruchsvollsten der gesamten
Tour. Da wir inzwischen viel Zeit verloren haben ist klar, dass wir das
Camp heute wenn überhaupt erst spät in der Nacht erreichen werden.
Zunächst fahren wir auf einer Piste am See Blöndulon entlang, die wir
jedoch kurze Zeit später nach Westen verlassen, um uns über eine schon
lange Zeit nicht mehr befahrene Route unseren Weg zum heutigen Camp in
Húsafell, westlich des Gletschers Langjökull zu suchen. Ausgerechnet
jetzt zieht dichter Nebel auf und so kostet es viel Zeit, die richtige
Strecke über die Geröllfelder zu finden.
Zu den restliche Fahrzeugen
haben wir hin und wieder über Funk Kontakt. Sie erreichen um ca. 2 Uhr
morgens das Camp. Um diese Zeit legen wir gerade einen kurzen
Zwischenstopp ein und "genießen" ein gefriergetrocknetes mit
leckerem Flusswasser zubereitetes Müsli... Den schwierigsten Teil der
Piste haben wir um ca. 3:30 Uhr hinter uns und um 5:30 Uhr erreichen wir
endlich auch das Camp. Zum Glück sind die Dachzelte mit wenigen
Handgriffen aufgebaut!
... weiter (Tag 6)
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