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Der Weg nach Libyen |
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Reisebericht "1. Libyan Sahara Rallye 2002"
Tag 4
Als Orga hat man nicht so viele Privilegien logischerweise. Aber die Fahrt war spannend, und ging anfangs nur langsam über
schwieriges Steingelände - zumal das ganze im dunkeln 10x anstrengender ist und wir ziemlich übermüdet waren. Gerhard musste nicht
navigieren, denn wir hatten uns auf die Libyer verlassen, die wir zwar erst unterwegs kennengelernt haben, die jedoch sehr
vertrauenserweckend aussahen. Gegen Morgen verwandelte sich das Gelände in mehr sandiges und es ließ sich schon
erahnen, was auf uns zukommt. Die Weite und Größe dieses Landes bekamen wir bei einem herrlichen Sonnenaufgang zu spüren
und meine Müdigkeit verflog trotz Durchfahren der Nacht. Gegen 11 Uhr und nach einigen Wettrennen mit dem Versorgungsfahrzeug
kamen wir an einer wunderbaren und hohen Düne an, die ein in sich geschlossenes Areal ergab und ein hervorragendes Terrain für
ein Camp bot. Wir trennten uns von unseren libyschen Freunden und machten in 100m Abstand unsere Stage Control.
Bis die ersten Teilnehmer kamen vergingen so noch 2 Stunden - Teufel noch mal, wir dachten schon wir wären schnell gefahren - da
ging es dann schnell, so schnell das ich kaum die Kamera in Position bringen konnte. Zumal wir Control, Video und Kamera bedienen
mussten. Die Sonne brannte heiß und die ca. 300m hohe Düne gab noch keinen Schatten für das Camp. Dieser erste Tag verlief
für fast alle Teilnehmer reibungslos, mit einem kaputten Stossdämpfer bei einem Teilnehmer. Ich hatte irgendwie beim Einschmieren
der Sonnencreme ein paar Stellen vergessen, was ich die nächsten Tage übelst zu spüren bekam.
Abends zauberte die libysche
Campcrew für alle ein super Abendessen und wir lagen entspannt im Sand bei Lagerfeuer und Wasserpfeife, es wurde dunkel
und ein Zauber nahm seinen Lauf. Funkelnde Sterne, laues Lüftchen, man kam sich näher und wir lernten die restlichen Mitglieder
der libyschen Crew kennen. Als Orga hat man sowieso mehr mit ihnen zu tun, da man dem Tross vorausfährt oder hinterher,
je nachdem, wie der Einsatzplan ist. Bei solch einem Sternenhimmel möchte man gar nicht schlafen gehen, so etwas bezauberndes
sieht man fast nur in der Wüste.
... weiter (Tag 5)
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