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Eike bei SURVIVOR 2007
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Tag 1 - Gestrandet
Ich sitze auf einem Segelboot mitten im südchinesischen Meer vor der malaiischen Küste, am Horizont überall kleine Inseln, Palmen, weißer
Sandstrand. Hört sich erstmal paradiesisch an.
Mit mir auf dem Boot sind 17 weitere Kandidaten der PRO7 Show "Survivor". Wir haben noch kein Wort miteinander gesprochen,
unsere zukünftigen Teammitglieder erkennen wir nur an dem gleichfarbigen Team-Buff. Ich bin im Team gelb "Gunung" was soviel
bedeutet wie "Berg" auf malaii. In meinem Team sind noch "Stolli" (28), Markus (26), Arno (47), Barbara (46), Elina (26), Bilgi (35),
Hadnet (27) und Jasmin (25). Team "Tasik" ("See" auf malaii) besteht aus Philip (27), Volker (50), Sonja (21), Hendrik (23),
Susanne (48), Eva-Maria (26), Heiko (28), Michael (43) und Kima (24).
Eben noch in ruhiger Fahrt unterwegs macht sich auf einmal Hektik breit. Sascha Kalupke, der Moderator, gibt uns zwei Minuten
Zeit alles in zwei Kisten zu packen was wir auf dem Boot finden. Wir finden eine Machete, ein Beil, zwei Töpfe, einen Wok, eine
Erste-Hilfe-Box und einen Sack Reis. Mit den beiden Kisten werden wir mitten im Meer ausgesetzt und müssen mit Hilfe eines
kleinen Beiboots zu unserer Insel schwimmen. Die erste schwere Aufgabe, zumal wir uns jetzt zum ersten Mal mit unseren Teammitgliedern
auseinandersetzen müssen.
Eine Ewigkeit später, völlig durchweicht und schon ziemlich mit den Nerven runter kommen wir total geschafft aber überglücklich
auf unserem Strand an. Das soll nun also unsere Heimat für die nächsten Wochen werden (wenn man nicht vorher rausfliegt). Es
sind ca. 100 Meter schöner Sandstrand mit Felsen an beiden Enden. Im Inneren erwartet uns ein teilweise undurchdringlicher Dschungel. Mein
erster Blick gilt den zu sehenden Pflanzen, ob sich da etwas Essbares darunter befindet. Erster Schock: Es ist nicht eine
einzige Palme zu finden... Also nix mit jeden Tag Kokosnuss essen.
Arno versucht gleich mal das Zepter in die Hand zu nehmen und "organisiert" den weiteren Ablauf. Er organisiert gerne wie
wir noch herausfinden sollen. Wer macht Feuer, wer sucht was zu Essen, wer baut ne Hütte... Das mit dem Feuermachen is
so'ne Sache... Wir versuchen alles was man in irgendwelchen Survivorbüchern je gelesen hat. Den größten Erfolg haben wir
mit der Bogen-Variante. Größter Erfolg heißt allerdings leider nicht "Feuer" sondern nur "viel Qualm"... Wir schaffen es partout
nicht ein Feuer zu entzünden... auch nicht in den nächsten Tagen. Das heißt leider auch dass wir keinen Reis
kochen können... Der Sack Reis muss 14 Tage halten, sprich wir bekommen jeder ca. 100g am Tag davon. Wer braucht
schon Feuer für den Reis; einfach einen Tag in Salzwasser legen geht auch... schmeckt zwar grausam, is noch total hart
aber man kann es essen. Ansonsten finden wir nur 5 Ananas, die wir in den ersten 4 Tagen durch 9 Leute teilen... und sie
schmeckt ungefähr so wie Kohlrabi, war wohl noch nicht ganz durch.
In der ersten Nacht schlafen alle im Sand am Strand. Wir durften jeder 4 Kleidungsstücke mitnehmen. Ich habe eine lange
Hose, langes Hemd, Boardshorts und T-shirt mit. Manche haben allerdings nur kurze Sachen und frieren ziemlich. Denn
auch in den Tropen kann es nachts kalt werden. Ganz schlimm is die zweite Nacht. Wir liegen unter unserem
provisorisch gebauten Dach als so ca. um 2.00 Uhr nachts ein Tropengewitter vom Herrn ausbricht. Die Temperatur
sackt um einige Grade nach unten, der Regen prasselt ziemlich ungehindert durch unsere Dachkonstruktion
und der eiskalte Wind besorgt den Rest. Wir liegen alle zu neunt in Löffelchenstellung und versuchen uns
einigermaßen warm zu halten. Gerade die Mädels haben teilweise nur kurze Sachen mitgenommen... doof das... Jasmin in
kurzen Sachen und Blasenentzündung hat es besonders getroffen. Das Gewitter dauert bestimmt drei bis vier Stunden.
Stolli steht auf und versucht sich mit Schattenboxen warm zu halten. Ins Meer gehen is auch ne
Variante, da ist's wärmer als draußen.
Am nächsten Tag haben wir ein klares erstes Ziel: Eine wetterfeste Hütte bauen. Mit Markus Idee bauen wir
eine Zeltkonstruktion mit großen Blättern als Dachziegel. Die Schnüre zur Befestigung finden wir in Form eines riesigen
Tauknäuls an den Felsen angespült. In ätzender Kleinarbeit entheddern wir das Knäul und trennen die
Taue in ihre Kleinstbestandteile auf. Nachdem weitere Gewitter uns in die Schranken weisen bringt ein weiterer
Umbau Besserung. Die Hütte wird aus dem Windbereich am Strand hinter einen Busch verlegt und
weiter mit Blättern ausgebessert. Jetzt hält sie einigermaßen dicht.
... weiter zu Eike bei Survivor - Tag 3: Ordnung muss sein
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